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	<title>Dr. Klehr Blog &#187; &#187; drklehr</title>
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		<title>Gutachterliche Stellungnahme der Charité zur Beurteilung der allgemeinen Wirksamkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2014 21:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gutachterliche Stellungnahme]]></category>
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		<category><![CDATA[Karzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Klehr]]></category>
		<category><![CDATA[Prostata-Carcinom]]></category>

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		<description><![CDATA[Gutachterliche Stellungnahme zur Beurteilung der allgemeinen Wirksamkeit des Arzneimittels Eigenblutzytokine in der Tumormedizin Zur Klärung der Wirksamkeit wurde eine rückschauende Stichprobenuntersuchung an 483 Patienten mit verschiedenen Malignomen (davon 52% metastasierte Mamma-, Lungen- und Kolon- bzw. Rectumkarzinome sowie 17,9% Malignome des männlichen und weiblichen Urogenitaltraktes und 4,3% Pankreaskarzinome), die zwischen Januar 1996 und Juni 1997 behandelt &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/06/gutachterliche-stellungnahme-der-charite-zur-beurteilung-der-allgemeinen-wirksamkeit/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-97" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/06/Charite.jpg" alt="Charité Kopf" width="1301" height="435" /></p>
<h1 style="text-align: center;">Gutachterliche Stellungnahme zur Beurteilung der allgemeinen Wirksamkeit des Arzneimittels Eigenblutzytokine in der Tumormedizin</h1>
<p>Zur Klärung der Wirksamkeit wurde eine rückschauende Stichprobenuntersuchung an 483 Patienten mit verschiedenen Malignomen (davon 52% metastasierte Mamma-, Lungen- und Kolon- bzw. Rectumkarzinome sowie 17,9% Malignome des männlichen und weiblichen Urogenitaltraktes und 4,3% Pankreaskarzinome), die zwischen Januar 1996 und Juni 1997 behandelt wurden, vorgenommen. Bei allen 483 untersuchten Patienten war zuvor die Chemotherapie und oder die Strahlentherapie eingesetzt worden, ohne daß damit die Zunahme der Tumorausbreitung allein hätte verhindert werden können.</p>
<p><strong>Zum Ergebnis:</strong></p>
<p>224 dieser Patienten waren Completer, das sind 46,4%. Completer sind solche Patienten, die wegen der Wirkungslosigkeit ihrer schulmedizinischen Krebsbehandlung die Therapie mit Eigenblul-Zytokinen zusätzlich oder allein durchführten, einen Behandlungszyklus bereits abgeschlossen haben und sich mindestens im 2. Behandlungszyklus befanden.</p>
<p>259 Patienten waren Aussteiger, dies sind 53,6%. Aussteiger sind solche Patienten, weiche die Therapie aus verschiedenen Gründen vorzeitig ab- oder unterbrachen oder solche, die zwar in der Praxis erschienen waren, bei denen jedoch eine Behandlung niemals erfolgte.</p>
<p>Von den 224 Completer starben 39, das sind 18% der Completer. Bei 81 Patienten zeigte sich in diesem Zeitraum ein Tumorwachstum, das sind 37% der Completer. Bei 76 Patienten zeigte sich eine stabile Phase, das sind 34% der Completer. Bei 20 Patienten zeigte sich eine Abnahme der Tumormasse, das sind 9% der Completer. Bei 4 Patienten zeigte sich eine Tumoreinschmelzung, das sind 2% der Completers. Allerdings wurde ein Teil der Patienten parallel mit einer Hormontherapie weilerbehandelt. Die palliative Therapie mittels Zytostatika bzw. Bestrahlung erfolgte in der Regel nicht während der Eigenblutzytokin-Therapie.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Gemäß dieser Stichprobenuntersuchung hat sich gezeigt, daß bei nahezu jedem 2.Patienten (45% der Completer) der sich bis Juni 1997 im zweiten Therapiezyklus befand, eine stabile Phase, eine Abnahme der Tumormasse oder eine Tumoreinschmelzung erreicht werden konnte. Es ist zu vermuten, daß der positive Effekt bei den Completern, neben den eingesetzten schulmedizinischen Methoden, insbesondere auf den Einsatz der Eigenblutzytokine zurückzuführen ist. Dies belegen desweiteren 35 detailliert dokumentierte Kasuistiken. Ein positiver additiver Effekt der Eigenblutzytokine bei der Tumorbehandlung ist sehr wahrscheinlich, die alleinige tumorreduzierende Wirkung kann deshalb nicht ausgeschlossen werden.</span> <span style="color: #ff0000;">Somit liegen erste objektive Beweise zur allgemeinen Wirksamkeit des Arzneimittels vor.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlin, den 29.01.1999</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-large wp-image-98" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/06/Unterschrift-1024x309.jpg" alt="Unterschrift" width="1024" height="309" /></p>
<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/06/Unterschrift.jpg"> </a></p>
<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/?p=102" target="_blank">Original-Scan</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>offener Brief an Frau Maischberger</title>
		<link>http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/offener-brief-maischberger/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2014 13:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[maischberger]]></category>
		<category><![CDATA[meinung]]></category>
		<category><![CDATA[patient]]></category>

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		<description><![CDATA[Betr.: Ihre kürzliche TV-Gesprächsrunde &#160; Sehr verehrte gnädige Frau, von Patienten wurden wir auf Ihre kürzliche Runde angesprochen, welche auch die Rechtsunterzeichnerin mitsehen konnte. Bitte gestatten Sie uns, dass wir Ihnen die Gefühle und Meinungen unserer Patienten, die sehr empört hierüber sind, zitierend hierzu mitteilen: „Es ist geradezu schmerzlich und verletzend zugleich für uns Betroffene &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/offener-brief-maischberger/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/3.jpg"><img class="aligncenter wp-image-88 size-full" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/3.jpg" alt="Anschreiben Maischberger" width="661" height="436" /></a></p>
<p><strong>Betr.: Ihre kürzliche TV-Gesprächsrunde</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr verehrte gnädige Frau,</p>
<p>von Patienten wurden wir auf Ihre kürzliche Runde angesprochen, welche auch die Rechtsunterzeichnerin mitsehen konnte.</p>
<p>Bitte gestatten Sie uns, dass wir Ihnen die Gefühle und Meinungen unserer Patienten,</p>
<p>die sehr empört hierüber sind, zitierend hierzu mitteilen:</p>
<ul>
<li><i><em>„Es ist geradezu schmerzlich und verletzend zugleich für uns Betroffene und deren Angehörige, wie die unerträglichen Lobhudeleien betreffend der sogenannten konventionellen Therapiemaßnahmen bei Krebs Gebetsmühlen-artig in den üblichen Runden ausgestrahlt werden.“</em></i></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><i><em>„Da wurde als behütet und sorgsam eingebunden in die heile Weilt voll Trost und Zuversicht verkauft, was wir Betroffenen als Arroganz und seelenlose Maschinerie empfinden.“</em></i></li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><i><em>„Wenn die gnadenlosen Therapien ausgeschöpft sind, und man als Patient </em></i></li>
</ul>
<p><em>– therapiebedingt – am Ende seiner körperlichen Kräfte angelangt ist, dann kommt das wahre Gesicht der angeblich hier so seriös beschriebenen Krebsärzte zum Vorschein:</em></p>
<p><em>Dann plötzlich bricht die heile Welt zusammen, und all diejenigen sich bis dahin als fürsorgliche Kapazitäten präsentierenden Ärzte lassen einen unverhofft fallen, wie eine heiße Kartoffel“. </em></p>
<p>So die Zitate vieler Patienten, die wir betreuen.</p>
<p>Fakt ist stattdessen:</p>
<p>Niemand mehr kümmert sich um solche Patienten, und die hoch gelobten Palliativabteilungen bieten nur mehr – von einigen ganz wenigen Vorzeige-Abteilungen abgesehen – <em>„Morphium zum raschen Sterben mit höllischen Qualen“</em> an, was der prominente Palliativmediziner, Herr Professor Borasio, während seiner Zeit an der Münchener Universitätsklinik als <em>„systembedingtes Frühableben“</em> bezeichnet hat.</p>
<p>Da werden z.B. keine Infektionskrankheiten mehr behandelt, und alle früher bestehenden chronischen Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes, rheumatische Beschwerden etc., aber auch die Folgeerkrankungen werden alle nur mehr der Krebserkrankung subsumiert. Die Patienten sind dann völlig allein gelassen.</p>
<ul>
<li><i><em>„Wer sich früher um einen gekümmert hat, der macht jetzt einen großen Bogen um einen. Die wollen einen dann so schnell wie möglich loswerden“.</em></i></li>
</ul>
<p>Wenn vor diesem Hintergrund Herr Stolpe – man traute seinen Augen und Ohren nicht – geradezu scheinheilig und wider besseres Wissen seine Lobhudeleien ablässt, dann lassen Sie uns erneut zitieren, was Patienten hierzu ausdrückten:</p>
<ul>
<li><em>„Da kommt einem das kalte Grausen“</em>,</li>
</ul>
<p>um nur die Soft-Variante der Äußerungen zu erwähnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wurde von der erlesen ausgewählten Runde so dargestellt, als ob das <em>„Schicksal Krebs“</em> nicht überschau- bzw. vorhersehbar sei, und man in Intervallen – <em>„wie das Kaninchen vor der Schlange“</em> – nur darauf warten müsse, bis das nächste Rezidiv kommt, um dann wieder <em>„auf die Sicherheit neuer Therapien hoffen zu dürfen“</em>.</p>
<p>Fakt ist stattdessen, dass mehr als 30 Krebsbegleiterkrankungen heute systematisch vernachlässigt werden, und Patienten eher hieran versterben, als an den Folgen ihrer Krebserkrankungen!</p>
<p>80 % aller unserer Patienten sind insoweit der Meinung, dass hier wieder einmal die Lobbyisten der pharmazeutischen Industrie kräftig mit gemischt haben, was eigentlich Ihrer sonst sehr kritischen und aufgeschlossenen Gesprächsrundenkonstruktion nicht würdig ist.</p>
<p>Der wissenschaftliche Fortschritt ist ganz offenbar an dieser Ihrer Gesprächsrunde völlig vorbei gegangen</p>
<p>Ein Abwarten bis zum nächsten Rezidiv ist heute völlig obsolet seit wissenschaftlich bekannt ist, dass die treibende Kraft eines Tumors die im Körper bis heute unauslöschlich vorhandenen Tumorstammzellen sind, die sehr wohl berechenbar und angreifbar sind. Und sie das Schicksal der Patienten von Anfang an prägen. Von Unberechenbarkeit und ohnmächtiger Hoffnungs-Wartezeit sind wir in der sinnvollen Krebstherapie schon seit Jahren weit entfernt. Und</p>
<ul>
<li><i><em>„jetzt kommen Sie mit solch einem ….“ </em></i></li>
</ul>
<p>Was, so fragen unsere Patienten und auch wir, wollten Sie mit dieser Runde in Wirklichkeit eigentlich erreichen?</p>
<p>Immer nur chronisch hoffnungsfroh den Durchbruch mit Zukunftsberichten zur in Aussicht gestellten Heilbarkeit auf der einen Seite, und auf der anderen Seite tief deprimierende herunter ziehende Berichte und Gesprächsrunden – gern alljährlich zum Totensonntag –</p>
<p>in Talkshows zu bringen, wird dem Themenkreis Krebs, Krebsentwicklung, Krebsbekämpfung und vor allem dem wichtigsten, dem Überleben mit Krebs aktuell nicht mehr gerecht.</p>
<p>Vielleicht sollten Sie hierüber einmal nachdenken, es lohnt sich.</p>
<p>Für ein aufklärendes Gespräch stehen wir zur Disposition.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit besten Grüßen verbleiben wir</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. med. N.W. Klehr                       Dr. med. L.H. Bauer                        Dr. med. H. Focke</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gutachtliche Stellungnahme: Patient mit Prostata-Carcinom</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2014 21:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Behandlungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[gutachtliche Stellungnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Karzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Klehr]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>
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		<category><![CDATA[Prostata]]></category>
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		<description><![CDATA[Gutachtliche Stellungnahme     Betr.: Patient mit der Diagnose: Prostata-Carcinom     &#160; Am 01.04. diesen Jahres erhielten wir von Ihrer Mitarbeiterin die Mitteilung, dass Sie nähere rezente Daten zur Behandlung des im Betreff genannten Patienten wünschen, insbesondere zur Tumormarker-Entwicklung, den PSA-Werten. Dieser Aufforderung kommen wir gerne nach. Deshalb zunächst &#160; I. zum Geschichtlichen: I.1. &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/gutachtliche-stellungnahme-patient-mit-prostata-carcinom/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/2.jpg"><img class="aligncenter wp-image-65 size-full" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/2.jpg" alt="Gutachtliche Stellungnahme" width="677" height="485" /></a></p>
<p><strong>Gutachtliche Stellungnahme</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Betr.: Patient mit der Diagnose: Prostata-Carcinom</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 01.04. diesen Jahres erhielten wir von Ihrer Mitarbeiterin die Mitteilung, dass Sie nähere rezente Daten zur Behandlung des im Betreff genannten Patienten wünschen, insbesondere zur Tumormarker-Entwicklung, den PSA-Werten.</p>
<p>Dieser Aufforderung kommen wir gerne nach. Deshalb zunächst</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I. zum Geschichtlichen: </strong></p>
<p><strong>I.1.</strong></p>
<p>Erst in jüngster Zeit wurden Operationsmethoden entwickelt und sind zur Anwendung gekommen, bei welchen das Nervensystem des männlichen Genitaltraktes so weit geschont werden kann, dass – wenn auch nicht in allen Fällen, aber doch besser als zuvor – die Potenz, also die <em>„Manneskraft“</em> des Patienten erhalten bleiben kann. Zum Zeitpunkt des Eintritts der Erkrankung des Patienten war dies noch nicht der Fall, weil die Kenntnis der Lokalisation dieses Nervengeflechtes bis dahin noch nicht wie heute auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft so erforscht war, dass es tatsächlich auch hätte geschont werden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I.2.</strong></p>
<p>In diesem Zusammenhang darf parallel auf die geschichtliche Entwicklung in der Medizin hingewiesen werden, soweit es die <em>„weibliche Potenz“</em> (Libidofähigkeit) betrifft. Noch bis vor ca. 10 Jahren war es Lehrmeinung, dass der Libidoverlust der Frau nach Entfernung der Gebärmutter rein psychischen Ursprungs ist. Die Erklärung „<em>die Patientinnen fühlen sich dann nicht mehr als Frau, sie haben infolgedessen ein Minderwertigkeitsgefühl und können deshalb keine Libido mehr empfinden“</em>, war bis dahin international anerkannter Stand der Wissenschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor etwa 10 Jahren hat eine australische Forscherin das Äquivalent zum Nervengeflecht der Frau entdeckt, welches die Libido auslöst, und infolge dieser Erkenntnis empfohlen, dieses Nervengeflecht bei allen Operationen bei der Entfernung der Gebärmutter zu schonen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst seit dieser Zeit ist es (mit oder ohne psychische Belastung!) den demzufolge sorgsam operierten Frauen möglich, auch nach Entfernung deren Gebärmutter die Libido weiterhin zu empfinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Bei dem weiblichen wie dem männlichen Geschlecht hängt die Erhaltung der Libido bei der Entfernung der Gebärmutter bzw. der Vorsteherdrüse von der Schonung ein und desselben Nervengeflechtes ab, gleichermaßen bei der Frau und dem Mann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soweit zum geschichtlichen und zum Wandel der <em>„festgeschriebenen Lehrmeinungen“</em> in der Medizin, an welcher – veralteten Form – sich die Sachbearbeiter der Krankenversicherung orientieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II. Nun zum Patienten selbst:</strong></p>
<p><strong>II.1.</strong></p>
<p>Bei Ihrem Versicherten trat die Erkrankung zu einem Zeitpunkt auf, als er, Familienvater (2 Töchter), mitten im Leben stehend aus heiterem Himmel die Diagnose Prostatakarzinom erhielt.</p>
<p>Die ihn behandelnden Urologen waren sich nicht ganz sicher, in welchem Stadium die Erkrankung sei und welche für ihn die richtige durchzuführende Therapie sei:</p>
<ul>
<li>die einen rieten ihm zur Operation prophylaktisch,</li>
<li>die anderen drangen auf ihn ein, sich sofort radikal operieren zu lassen und alle Anhangsgebilde der Vorsteherdrüse prophylaktisch auszuräumen,</li>
<li>alternativ die Bestrahlung durchzuführen.</li>
<li>Wieder andere Urologen rieten ihm zur Hyperthermie, eine weitere gängige Form der Therapie bei regional eingegrenztem Prostatakrebs.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>So völlig verunsichert suchte er danach, für seine Familie und sich die verträglichste Methode auszuwählen. Was er sich nämlich keinesfalls leisten konnte in seinem in der Öffentlichkeit stehenden Beruf war, infolge einer Operation wegen Harninkontinenz eine Windel tragen zu müssen. Ebenso wenig aus Rücksicht auf das Fortbestehen seiner Familie, weil er seiner Ehefrau nicht mehr die Lebens-qualität hätte bieten können, die eine junge Gattin von ihrem Ehemann erwartet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.2.</strong></p>
<p>Er glaubte deshalb, für den Erhalt der Familie, seine Ehefrau und für sich das Beste zu tun, indem er sich in die Hände eines Professors im Rheinland begab, welcher die Hyperthermie anbot. Das besondere an dieser Art der Hyperthermie war, dass die ganze Region mit Wärme behandelt wurde, und dieser Professor eine Vielzahl von Büchern mit positiven Ergebnissen seiner Behandlungen im aufwändig beworbenen Kopp-Verlag geschrieben hatte. Wenngleich – wie sich aber erst später herausstellte – diese Ergebnisse gar nicht so positiv waren, wie erhofft bzw. propagiert und deshalb von ihm erwartet waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seine Prostata-Krebserkrankung war deshalb auch nach der Behandlung weiter fortgeschritten. Als er sich hier in Behandlung begab, lag sein PSA-Wert (das Prostata-spezifische Antigen) im deutlich höheren Bereich, als vor der Hyperthermie-Behandlung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.3.</strong></p>
<p>Die weiteren verschiedenen Professoren, die er sodann aufsuchte, erteilten Heilversprechen im Rahmen haltloser Beratungen, die zwar mündlich, jedoch nicht schriftlich definiert wurden, weil ebenfalls nicht der Realität entsprechend, sondern nur als <em>„Lockrufe“</em> funktionierten. Diese sind bereits im Schreiben vom 11.03.2014 an Ihr Versicherungsunternehmen erwähnt worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor diesem Hintergrund begab sich der Patient vor 8 ½ Jahren in die tumor-spezifische Immun-Therapie (TSIT), von welcher er keine Nebenwirkungen erwarten musste, im schlechtesten Falle nur eine weitere Enttäuschung, die (siehe III.1., VI.) jedoch nicht eingetreten ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III. Hier durchgeführtes Procedere:</strong></p>
<p>Der Patient wurde hier zu Beginn der Therapie am 09.11.2005 ausführlich untersucht, sein aktueller Status vor Antritt der Therapie durch die modernste Magnetresonanz-Technik nicht nur dokumentiert (Spulen-Magnetresonanz), sondern auch die Umgebung der Prostata – also nicht nur die Prostata selbst – mit diesem hochauflösenden bildgebenden Verfahren analysiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei stellte sich heraus, dass die Prostata-Kapsel selbst bereits betroffen und zum Teil überschritten war, so dass auch die Umgebung – wenn auch mit dem bildgebenden Verfahren nur geringgradig darstellbar – mitbetroffen war. Bekanntlich sind diese bildgebenden Dokumentationen gleichwohl optimaler Entwicklung doch nur grober Natur. Soweit es nämlich die Einschätzung der mikroskopischen Eindringtiefe in die Umgebung betrifft, können hieraus nur Rückschlüsse gezogen werden. Dies insbesondere unter Berücksichtigung der neurovaskulären Bündel. Der Patient hat sich auch deshalb für die TSIT entschlossen, weil ihm sonst nur mehr eine <em>„mit Sicherheitsabstand durchzuführende“</em> Herauspräparation bzw. –schälung der Vorsteherdrüse als Alternative angeboten werden konnte. Aus bereits genannten Gründen der Neben- und deren Auswirkungen (siehe II.1.) konnte er sich hierzu nicht entschließen, was sowohl die Damen, als auch die Herren des Vorstandes gewiss verstehen und gedanklich nachvollziehen dürften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III.1.</strong></p>
<p>Unter der TSIT und der exakten Dokumentation entwickelten sich schließlich die PSA-Werte deutlich vom Höchstwert: 113 ng/ml bis Niedrigstwert: 73,01 ng/ml zurück. Gemäß den bildgebenden Verfahren kam es hierunter auch zur Zerstörung einzelner Tumorareale innerhalb der Prostata. Der Patient führt nach wie vor nach</p>
<p>8 ½ Jahren Therapie hier ein ganz normales – auch sexuelles – Leben, was ihm ohne diese Therapie keinesfalls möglich gewesen wäre, und angesichts der verschiedenen Therapieoptionen, welche heute angeboten werden, er möglicherweise gar nicht mehr am Leben wäre (siehe weiter unten).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein weiterer Aspekt zur begleitenden Gefahr der Entfernung der Vorsteherdrüse (Prostata) ist nämlich die</p>
<p><strong>postoperative Gerinnungsstörung</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IV.1.</strong></p>
<p>Wesentliche Cofaktoren der Blutgerinnung sind die sogenannten Prostaglandine. Sie werden deshalb so bezeichnet, weil diese Mediatoren der Gerinnung wissen-schaftlich erstmals in der Prostata nachgewiesen worden sind.</p>
<p>Die gleichen Faktoren werden naturgemäß auch bei Frauen produziert, mangels einer Prostata allerdings in anderen Organen und Geweben. Soweit zur Nomenklatur.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IV.2.</strong></p>
<p>Im Einzelnen:</p>
<p>nach der Entfernung der Prostata kommt es in gehäuften Fällen – nachvollziehbar –</p>
<p>zu Gerinnungsstörungen in Form von Schlaganfällen oder Blutungen oder Blutgerinnseln (Thrombosen und Embolien). Wenn die Patienten nicht versterben, so sind sie in solchen Fällen dann oft lebenslang behindert und können ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen, <strong>sie werden zu Pflegefällen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bedauerlicherweise wird auch bis heute auf diesen Aspekt zu wenig Rücksicht genommen, so dass eine erhebliche Anzahl von Patienten mit solchen Folge-erscheinungen auch heute noch zusätzlich mit hohen Kosten-Aufwändung behandelt und gepflegt werden müssen. Was bei gebotener Sorgfalt vermeidbar wäre. Auch dieses Schicksal ist Ihrem Versicherten erspart geblieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heutiger Stand der Wissenschaft:</strong></p>
<p>Zu Ihrer besseren Kenntnis der Gesamtlage sei noch eine grundlegende wissenschaftliche Entwicklung in Sachen Prostata-Krebserkrankung und deren Therapie erwähnt. Möglicherweise ist dies gar nicht dem Vorstand Ihres Versicherungsunternehmens bekannt, weshalb hierauf nachfolgend ganz besonders hinzuweisen ist:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>V.1.</strong></p>
<p>Sowohl der Hauptverband der Krankenversicherung, nämlich</p>
<ul>
<li>der Hauptverband der Privaten Krankenversicherungen (PKV),</li>
</ul>
<p>als auch</p>
<ul>
<li>die Deutsche Krebshilfe,</li>
<li>die Deutsche Krebsgesellschaft,</li>
<li>die Deutsche Gesellschaft für Urologie,</li>
<li>die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie,</li>
<li>der Berufsverband der Deutschen Urologen und</li>
<li>der Bundesverband der Prostatakrebs-Selbsthilfe</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>haben sich auf der Basis eines <strong>„<em>breiten Bündnisses von Organisationen“</em> </strong>zur Durchführung einer</p>
<p><strong>Prospektiven Studie <em>„mehr Sicherheit für Prostatakrebspatienten“</em></strong> zusammengeschlossen. Also auch die Krankenversicherung hat somit erkannt, dass die derzeitigen Möglichkeiten zur Prostatakrebstherapie keinesfalls als ausreichend anzusehen sind, bzw. das geeignete Therapie-Regime für den jeweiligen Patienten auch heute noch keinesfalls wirklich gesichert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>V.2.</strong></p>
<p>Im Krankenversicherung miteigenen Presseorgan, dem <em>„PKV Publik“</em>, Ausgabe März 2014, wurde ein Gastbeitrag auf der Seite 15 abgedruckt, in welchem der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe e.V., Herr Professor Gerd Nettekoven, zu Wort kommt:</p>
<p>Er beschreibt die sogenannte PREFERE-Studie, im Rahmen derer erst</p>
<p>in der Zukunft geklärt werden soll, welche von den derzeit angebotenen Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs am besten geeignet ist, weil dies, nämlich die Eignung der bisher angebotenen Prostatakrebs-Behandlungs-methoden für die jeweiligen Prostata-Krebskranken <strong><em>„bis heute</em></strong> <strong><em>noch nicht geklärt werden konnte!“.</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Einzelnen heißt es:</p>
<p><em>„Ziel der Studie ist es, in Zukunft mehr Entscheidungssicherheit für die betroffenen Patienten und ihre behandelnden Ärzte zu schaffen.</em></p>
<p><em>Ein weiterer Vorteil für die Patienten: </em></p>
<p><em>besonders erfahrene und <strong>spezialisierte Pathologen untersuchen</strong> das Prostata-Gewebe der Studienteilnehmer, das bei der Biopsie entnommen wurde,<strong> zusätzlich noch einmal. </strong></em></p>
<p><strong><em>Diese Zweitbegutachtung, die nicht zur Regelversorgung gehört, liefert nicht nur eine höhere Sicherheit der Diagnose.“</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Demzufolge besteht derzeit keinesfalls eine Sicherheit, ob und welche der zur Zeit angebotenen Behandlungsmethode bei der Krebserkrankung Ihres Versicherten tatsächlich als die richtige anzuwenden ist. Nicht einmal eine wirkliche Sicherheit bietet demzufolge die derzeitige Beurteilung in der bisherigen Regelversorgung des entnommenen Prostata-Krebs-Tumorgewebe durch die Pathologen!</p>
<p>Gerade dies, nämlich dass die Krankenversicherung solche Studien finanziert, unterstreicht geradezu den experimentellen und Unsicherheits-Charakter der bisherigen Untersuchungs- und Therapiemaßnahmen, weshalb gerade vor diesem Hintergrund der jetzt erst eingeleiteten Studie noch abgeklärt werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn sich der Versicherte in diesem Stadium der nicht bestehenden Sicherheit von sich aus für eine dieser (unter V.3. aufgeführten) Methoden entschlossen hat, so darf nicht der einen oder der anderen Methode von Sachbearbeiter-Seite nach Gutdünken der Vorzug gegeben werden. Vielmehr ist die richtige Entscheidung – wie bereits zuvor definiert – nach Ergebnis offen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>V.3.</strong></p>
<p>Klickt man im Internet weiter, wie der auch von der Krankenversicherung finanzierte Professor Nettekoven es begründet, weshalb diese Studie jetzt durchgeführt werden muss, so findet sich folgender Hinweis:</p>
<p><em>„In der wissenschaftlich und klinisch begründeten deutschen Leitlinie zur Behandlung des Prostatakarzinoms werden ……vier Behandlungs-möglichkeiten empfohlen:</em></p>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><i><em>Die vollständige Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie).</em></i></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Die Strahlentherapie von außen über die Haut (perkutane Strahlentherapie).</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Die Bestrahlung durch dauerhaft in die Prostata platzierte, kleine Strahlenquellen (permanent Seed Implantation oder Brachytherapie).</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Eine aktive Überwachung (Active Surveillance) mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen, bei der die Behandlung einsetzt, wenn die Erkrankung fortschreitet.</em><em>Es ist derzeit noch unklar, von welcher der in Frage kommenden Behandlungs-Optionen der Patient unter <strong>Berücksichtigung der Nebenwirkungen und Komplikationen auf lange Sicht am meisten profitiert.</strong> In der Vergangenheit gab es zwar Studien, die die Ergebnisse einzelner Behandlungsmethoden untersucht haben, aber noch nie wurden bisher alle vier Methoden in einer randomisierten Studie miteinander verglichen.</em>  Zitat:   <strong> </strong><strong>VI. Zusammenfassung:</strong>Sowohl was</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li></li>
<li></li>
<li><strong> </strong></li>
<li><strong> </strong></li>
<li>Mit diesen Ausführungen dürfte der Krankenversicherung der aktuelle Sachstand sowohl zum Befinden des Patienten, zur wissenschaftlichen Dokumentation seiner Befunde, als auch zur aktuellen wissenschaftlichen Kenntnis übermittelt worden sein.</li>
<li>Genau dieser Surveillance hat sich der Patient unterzogen. Unter dieser Surveillance konnte im Rahmen der hier durchgeführten immunologischen Therapie eine – wie sich unter der TSIT herausstellte – völlig unnötige operative oder Strahlentherapie abgewendet werden, und zwar wissenschaftlich optimal gesichert gemäß bildgebenden Verfahren und gemäß dem Verlauf der PSA-Werte. So dass der Patient – wenn Sie so wollen sorgsam vorausschauend – genau das bis heute durchführt, was erst jetzt von dem Hauptverband der Krankenversicherung den Prostata-Tumorpatienten allgemein empfohlen wird.</li>
<li><em>„4. eine aktive Überwachung (Active Surveillance) mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen, bei der die Behandlung einsetzt, wenn die Erkrankung fortschreitet.“</em></li>
<li>Die Entscheidung Ihres Versicherten war deshalb – klug vorausschauend – genau die richtige, nämlich dass er sich für die Nummer 4 der Varianten der in der PREFERE-Studie aufgeführten Behandlungsvarianten – nämlich für die TSIT unter regelmäßiger medizinischer Kontrolle – entschieden hat, nämlich:</li>
<li>Folgt man diesen Ausführungen, so ist derzeit überhaupt noch nicht gesichert, inwieweit der Patient von welcher der ihm angebotenen und vom Versicherungsarzt empfohlenen Therapien er tatsächlich und wie viel profitiert hätte.</li>
<li><em>Das Ziel der PREFERE-Studie ist es, mit größtmöglicher Zuverlässigkeit Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit für alle vier derzeit beim lokal begrenzten Prostata-Karzinom angewendeten Behandlungen zu gewinnen“.</em></li>
<li><em> </em></li>
</ol>
<ul>
<li>die Lebensqualität,</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>die Berufsfähigkeit,</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>die aufrechterhaltenen Beitragszahlungen an Ihr Versicherungsunternehmen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>die Reduktion der PSA-Tumormarker</li>
</ul>
<p>als auch</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>die Verkleinerung der Tumormasse</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>betrifft, hat der Patient für seinen Fall die für ihn speziell beste Therapiewahl getroffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ihr Versicherter hat sich damit seit 8 ½ Jahren seine uneingeschränkte </strong></p>
<p><strong>Lebensqualität erhalten.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor diesem Hintergrund sei auch auf die aktuelle bzw. jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, AZ 1 BvR 2045/12 hingewiesen, wonach seine Entscheidung auch gemäß neuester Rechtsprechung rechtskonform war bzw. ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. med. N.W. Klehr                       Dr. med. L.H. Bauer                        Dr. med. H. Focke</p>
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		<item>
		<title>Behandlungsbericht an Krankenkasse</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2014 21:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Behandlungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[gutachtliche Stellungnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Karzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Klehr]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>
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		<category><![CDATA[offener Brief]]></category>

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		<description><![CDATA[Betr.: Patient     Sehr geehrter Herr Sachbearbeiter, &#160; wunschgemäß senden wir Ihnen den Behandlungsbericht zum im Betreff genannten Patienten. Aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes und der ständig neu auftretenden aktuellen Gegebenheiten erfolgt der Bericht spät, jedoch umfassend. &#160;   Der im Betreff genannte Patient befand sich vom 10.03. bis derzeit erneut weiterhin in unserer &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/behandlungsbericht/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/1.jpg"><img class="aligncenter wp-image-61 size-full" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/1.jpg" alt="Schreiben an Krankenkasse" width="691" height="343" /></a></p>
<p><strong>Betr.: Patient</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Sachbearbeiter,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wunschgemäß senden wir Ihnen den Behandlungsbericht zum im Betreff genannten Patienten. Aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes und der ständig neu auftretenden aktuellen Gegebenheiten erfolgt der Bericht spät, jedoch umfassend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Der im Betreff genannte Patient befand sich vom 10.03. bis derzeit erneut weiterhin in unserer Behandlung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I. Anamnese:</strong></p>
<p>Ausgangspunkt war die Situation, welche im Erstantrag (Notfallsituation) vom 13.11.2013 beschrieben worden war:</p>
<p>So sollte dem Patienten wegen seines metastasierenden Pankreas-Karzinoms Chemotherapie verabreicht werden, obwohl – so die Auskunft der Ärzte des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) – keinesfalls sicher war, ob dem Patienten diese Therapie auch tatsächlich hilft. Eine andere Therapie-Möglichkeit wurde onkologischerseits nicht gesehen. Auf Befragen wurde dem Patienten auch mitgeteilt, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach infolge der Chemotherapie auch sein zweites Bein (die Amputation des ersten Beines liegt Jahre zurück) verlieren werde.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>I.1.</strong></p>
<p>Was nicht beurteilt und vor allem auch ohne Beachtung geblieben war, ist die Tatsache, dass der Patient an einer Tuberkulose in jüngeren Jahren erkrankt war, die jetzt nicht mehr akut besteht, sondern verkapselt ist. Von solchen verkapselten Tuberkulosen weiß man, dass sie unter der Chemotherapie aufbrechen, und insoweit eine ansteckende Lungentuberkulose entsteht, welche für sämtliche Kontaktpersonen ebenfalls ansteckend ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I.2.</strong></p>
<p>Wenngleich sich nach der Fach-, jetzt auch die Laienpresse mit der Problematik der wieder Zunahme der Lungentuberkulose intensiv befasst hat, war dieser Berück-sichtigungslosigkeit vor allem auch im Interesse der Krankenversicherung besondere Beachtung zu schenken.</p>
<p>Der Patient wurde infolgedessen einer Tuberkulose-Testung unterzogen. Diese zeigte, dass keinerlei Widerstandsfähigkeit gegen seine bereits durchgemachte und verkapselte Lungentuberkulose bestand, so dass die Chemotherapie bei dem Patienten auf jeden Fall zu einem Neu-Ausbruch der Erkrankung und zur Ansteckung seiner Familie, der weiteren Angehörigen inkl. der Enkelkinder sowie seines weiteren Kontakt-Umfeldes gekommen wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I.2.1.</strong></p>
<p>Der Patient hat sich infolgedessen für die Tumorspezifische Immun-Therapie (TSIT) hier entschlossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I.3. Bisherige vertragsärztliche Behandlung:</strong></p>
<p>Im Vordergrund stand zunächst aus dem bisherigen vertragsärztlichen Behandlungsverlauf ersichtlich eine immer wieder zu schweren Rückschlägen führende Abszess-Bildung im Tumorbereich und darum herum, die sodann mit Stents (Offenhalte-Röhrchen) nur mäßig versorgt wurde. Das Material der Stents war aus Plastik gefertigt. Von solchen Plastikröhrchen weiß man, dass diese nur kurzfristig am Ort der Implantation verbleiben, sodann relativ bald verstopfen und aus der Position verrutschen. Genau hierzu war es bei dem Patienten auch immer wieder gekommen, so dass er – hierdurch bedingt – immer wieder schwerste Fieberschübe erlitt, die Leberwerte extrem anstiegen. Diese Infektionen blieben unbehandelt. Stattdessen wurde alles dies allein der sich parallel ständig weiter ausbreitenden Krebserkrankung zugeschoben. So erhielt der Patient immer wieder neue leicht verrutschende Röhrchen implantiert, und die angebliche Notwendigkeit der Chemotherapie wurde wegen dieser Verschlimmerung vertragsärztlicherseits ständig weiter aufgedrängt (siehe I.).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wurde ihm sogar erläutert, dass jetzt noch ein weiterer Abszess gebildet sei und eine weitere Höhle neben dem Tumorgewebe. Diese müsse dann schließlich sogar noch über den Magen nach außen abgeleitet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>I.3.1. Konsequenz der vertragsärztlichen Vorschläge:</strong></p>
<p>Dies hätte dazu geführt, dass die Verdauungssekrete der Bauchspeicheldrüse (Amylase und Lipase) und des Magens (Salzsäure), welche zur Verdauung von Fleisch und sonstigen Nahrungsmitteln dienen, ungehindert auch in die Bauchhöhle abgeleitet worden wären – die Stents verschoben sich ja immer wieder – und nur zum Teil über das zweite Röhrchen nach außen hätten gelangen können. Dies hätte zu schwersten Infektionen und Verätzungen der gesamten Bauchhöhle geführt, der Patient hätte – wie ihm prognostiziert – nur mehr allenfalls noch 3 – 4 Wochen unter massiven Schmerzen gelebt, wie die klinische Erfahrung dies in solchen Fällen üblicherweise zeigt. Dies wurde auch vertragsärztlicherseits auf Nachfragen so bestätigt, angeblich <em>„eine saubere Sache“</em> (Zitat Ende).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II. Befunde:</strong></p>
<p>Die genaue Analyse im gemeinsamen ärztlichen Konsil unter Hinzuziehung unseres Seniorpartners erbrachte, dass soweit der Patient weiterleben wolle, eine solche Implantation wenig Sinn machen würde. Stattdessen wurde vorgeschlagen, die Implantation von 2 Stents ordnungsgemäß durchzuführen und die Lokalisation der Stents den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen. Dies wurde sodann durchgeführt – allerdings unter kritischen Kommentaren der Vertragsärzte und Klinikskollegen – weil der Patient sich weigerte, die von den Vertragsärzten zwar vorgeschlagene, jedoch rasch zum Tode führende Variante an sich vornehmen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt wurde allgemein der Eindruck vermittelt, dass von einer nur kurzen Überlebensdauer des Patienten ausgegangen worden war, weil von Anbeginn stets nur Plastikröhrchen eingeschoben wurden, anstatt den aus Metall gefertigten Dauer-Stents.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.1.</strong></p>
<p>Vor diesem Hintergrund wurde dem Patienten dringend geraten, die Klinik zu wechseln und sich in die weiter entfernt liegende Universitätsklinik zu begeben. Dort wurde erneut nur ein Stent aus Plastik implantiert, jedoch darauf hingewiesen, dass der wesentlich sinnvollere Metall-Stent <em>„erst bestellt werden“</em> müsse, weil man solches Material nicht auf Lager habe.</p>
<p>Eine denkwürdige Stellungnahme aus einer Universitätsklinik, die Vertragspartner der GKVen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>II.2. Therapie und Verlauf:</strong></p>
<p>Hier wie dort wurde dem Patienten auch jetzt noch immer wieder zur Chemotherapie nach wie vor geraten.</p>
<p>Der Versicherte ließ sich hierauf nicht ein und führte die hier durchgeführte umfassende ganztätige Tumorspezifische Immuntherapie (TSIT) mit gleichzeitigen Entgiftungsmaßnahmen gemäß den Richtlinien des Nobelpreisträgers Linus Pauling und homöopathischen Maßnahmen gemeinsam durch. Dem Grundprinzip der Praxis-Klinik für Immunologie, Zellbiologie und Regenerations-Medizin entsprechend wurden auch erstmals bei dem Patienten die Begleiterkrankungen behandelt, nachdem diese Erkrankungen bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht diagnostiziert und infolgedessen auch nicht zielführend behandelt worden waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.2.2.</strong></p>
<p>So wurde – <strong>ebenfalls erstmals</strong> – die extrem ausgeprägte diabetische Stoffwechsel-lage (Blutzucker-Krankheit) in die Therapie mit einbezogen (Blutzuckerwerte mehr als 500, also den Messbereich übersteigend) und ebenfalls behandelt. Solche Werte lösen normalerweise das Diabetische Koma aus, vor welchem der Patient bei Behandlungsbeginn stand, und aus welchem der Patient therapeutisch herausgeholt werden konnte.</p>
<p>Der Patient erhielt</p>
<ul>
<li>Antibiotika gegen seine schwere Begleitinfektionserkrankungen und</li>
<li>Medikamente gegen die völlige Ausgezehrtheit,</li>
</ul>
<p>welche mit einem schwersten Eiweißmangel einherging. Dieser wurde ebenfalls fachgerecht substituiert. Die weiteren Begleiterkrankungen sind den ärztlichen Liquidationen zu entnehmen, welche für die bessere Erkenntnis gesondert aufgelistet worden sind. Zum einen die Behandlung der erheblich metastasierenden Pankreas-Tumorerkrankung,</p>
<p>zum anderen bezüglich der bestehenden Begleiterkrankungen, die mit der eigentlichen Tumorerkrankung nicht bzw. nur indirekt in ursächlichem Zusammen-hang der Beschwerden stehen, sondern nur vergesellschaftet waren, den Patienten jedoch ihrerseits jede einzelne allein schon in schwerste lebensbedrohliche Situationen brachte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Einzelnen:</p>
<ol>
<li>pathologische Immuntoleranz</li>
<li>Eisenmangelsyndrom</li>
<li>Tumor-bedingtes Trousseau Syndrom</li>
<li>chronisch Osteomyelitis</li>
<li>Pankreasinsuffizienz</li>
<li>Zustand nach akutem Herzinfarkt</li>
<li>chronische Pneumonie</li>
<li>chronisch persistierende Cytomegalie- und hoch akute Epstein-Barr-Virusinfektion</li>
<li>Gastritis</li>
<li>Eiweiß-Mangel-Syndrom</li>
<li>enterale Candidose</li>
<li>durch Morphium verursachte Obstipation</li>
<li>Diabetes mellitus</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.3.</strong></p>
<p>Wer nun glaubt, dass die am Wohnort behandelnden Vertragsärzte die jetzt hierunter immer deutlicher werdenden Besserungen des Patienten mit Freude betrachteten, der irrt. Stattdessen kam es zu kritischen, abschätzigen und wenig sachdienlichen Bemerkungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur deshalb war es schließlich erforderlich geworden, dass der Patient in einer völlig anderen Klinik, als der bisherigen am Wohnort weiter versorgt werden musste, so dies wegen erforderlicher Eingriffe notwendig wurde.</p>
<p>Hierzu fanden wir eine Fachklinik in Rosenheim, welche sich auf die sach- und fachkundige Versorgung mit Stent-Implantaten spezialisiert hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dort wurde sofort erkannt, dass ausschließlich die Metall-Stent-Implantation für den Patienten hilfreich ist, wo diese auch durchgeführt wurde. Auch den schlechten Venen-Verhältnissen angepasst wurde durch die Implantation eines zentralen Venen-Zuganges gegengesteuert.</p>
<p>Während in den am Wohnort befindlichen Vertragskliniken hierfür ein Krankenhausaufenthalt von mindestens 2 Tagen gefordert wird, erfolgt die Implantation hier ambulant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.4.</strong></p>
<p>Bereits während der Implantation des Stents, welcher den verstopften Pankreasgang öffnete, entleerte sich massenhaft eitriges Sekret, das über die ganze Zeit hin den Patienten schwer belastet und – weil in das Blut übertretend – zu immer weiteren Infektionsschüben (Blutvergiftungen) geführt hatte.</p>
<p>Insoweit ging es dem Patienten endlich wieder deutlich besser, und die auf extrem hohe Werte angestiegenen Leberparameter bildeten sich zurück. Die bis dahin bereits (nur) sehr leidensmindernde TSIT konnte deshalb jetzt auch in deren Dosis deutlich, also auch auf eine kurativ orientierte Dosis gesteigert werden. Parallel wurden alle Begleiterkrankungen fachgerecht behandelt.</p>
<p>Aus der bisher lebensbedrohlichen Situation (Karnofsky-Index 20 %!) entwickelte sich zu diesem Zeitpunkt eine wenigstens stabile Lage, einem Karnofsky-Index</p>
<p>von 65 % entsprechend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>II.5.</strong></p>
<p>Nun wurde es auch möglich, die zuvor nicht auswertbare Labordiagnostik auf Befall durch Viren erneut durchzuführen. Nunmehr konnte zusätzlich als Auslöser der lebensbedrohlichen Situation auch eine massive Virus-Mischinfektion durch Cytomegalie-Virus ebenso wie durch Epstein-Barr-Virus aufgedeckt und infolge-dessen auch behandelt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deshalb war es erforderlich, dass der Patient auch virustatisch intravenös zielführend behandelt wurde, was hier ebenfalls erfolgte. Nachdem es zur weiteren deutlichen Besserung gekommen war, konnte der Patient zunächst wieder einmal nach Hause entlassen werden. Wir verordneten ihm neben den übrigen erforderlichen Medikamenten auch die weiterhin erforderliche intravenöse Antibiotika- sowie Virustatika-Verabreichung für die häusliche Behandlung. Dies in Erwartung, dass die ambulante vertragsärztliche Versorgung gesichert sei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III. Bemerkungen zur ambulanten Therapie am Wohnort:</strong></p>
<p>Auch dies stellte sich als Irrtum heraus. Stattdessen erhielt der Patient nicht die erforderlichen intravenösen Antibiotika, und bezüglich der erforderlichen virustatischen Therapie wurde darauf hingewiesen, er könne diese ja auch – was in diesem Stadium völlig unsinnig wäre – in Tablettenform zu sich nehmen. Des Weiteren wurde dem Patienten sogar mitgeteilt, dass dies in Absprache mit uns erfolgt sei, obwohl dies nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entspricht.</p>
<p>Es war stattdessen keinerlei Informationsaustausch erfolgt, die Zustimmung zu dieser Unterversorgung unsererseits dem Patienten nur vorgegeben, so dass bei diesem der Eindruck entstand, diese Unterversorgung sei in Absprache mit uns erfolgt. Wiederum wurden wir – wie schon so oft wenn der Patient häuslich versorgt wurde – angerufen, dass es dem Patienten erneut sehr schlecht geht, und wir wurden wieder einmal befragt, wie dem Patienten jetzt zu helfen sei. Jetzt erst erfuhren wir den oben geschilderten Sachverhalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III.1.</strong></p>
<p>Des Weiteren wurden dem Patienten auch nur Generika verordnet, von denen bekannt ist, dass deren Wirksamkeit wesentlich geringer ist, als die der Original-Präparate. Dies dürfte im Rahmen der chronischen Medikamentenversorgung von Patienten durchaus ausreichend sein, nicht jedoch in einem solchen akuten Stadium, wie dem des Patienten. Dem Aciclovir (Herpes-)Präparat der Firma A1, welches in jeder Apotheke vorrätig ist, fehlt es beispielsweise an der ausreichenden Bioverfüg-barkeit. Das gleiche Präparat anderer Anbieter (z.B. Ratiopharm oder Heumann) ist verfügbar wie das Original-Präparat. Mit dem Aciclovir der Firma A1 kann nicht einmal ein Lippenherpes in der vorgeschriebenen Dosis erfolgreich behandelt werden. Es bedarf stattdessen mindestens der doppelten Dosis, was wesentlich kostenintensiver ist, als die normale Dosis der oben genannten Vergleichspräparate.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So war es auch hier:</p>
<p>Unter der oralen Billig-Therapie war die Viruserkrankung wieder extrem deutlich rezidiviert, so dass jetzt aus medizinischen Gründen die wesentlich kosten-</p>
<p>intensiveren Infusions-Therapien mit Aciclovir erfolgen mussten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insoweit ordneten wir auch an, dass die Virustatika und Antibiotika dem Patienten über einen sich anbietenden ambulanten Pflegedienst verabreicht werden. Hierzu setzten wir uns mit der häuslichen Apotheke in Verbindung, schickten die Rezepte vorab per Telefax und sodann per Post nach, so dass der Patient sofort gleichen Tages bzw. spätestens am nächsten Tag die lebenserhaltenden Medikamente verabreicht bekomme.</p>
<p>Bedauerlicherweise war der ambulante Dienst jedoch nicht bereit – und das entgegen vorheriger Zusage – die ambulante Therapie durchzuführen. Stattdessen – so berichtete der Sohn des Patienten – wurde mitgeteilt, man habe sich im Datum geirrt und geglaubt, dies sei erst nächste Woche erforderlich. Anlässlich eines nochmaligen Versuches, die sofortige ambulante Versorgung bestimmungsgemäß durchzuführen, ging niemand mehr ans Telefon, so der weitere Bericht des Sohnes. Daraufhin wandte sich dieser an eine Notfallabteilung der nahen Klinik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die dort diensthabende Ärztin war sich – nach langer Wartezeit – unschlüssig, die Antibiotika- und Virustatika-Therapie bei dem Patienten durchzuführen. Sie rief deshalb bei uns auf dem 24-Stunden Notfalltelefon an – es war um 19.30 Uhr – und wollte den Hintergrund zum Behandlungserfordernis wissen. Dieser wurde ihr genau erklärt. Daraufhin teilte sie mit, keine venösen Zugangsmaterialien zu besitzen, wenngleich es bei liegendem Port-System und der verbliebenen Nadel nur des Anschlusses an den mitgebrachten Infusionsschlauch bedurfte. Worauf der begleitende Sohn hinwies.</p>
<p>Sie schickte den Patienten dennoch in die Parterre-Aufnahmestation. Dort sah man sich ebenfalls – nach langer Wartezeit – außerstande, die einfache Infusion anzuschließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hausärztin weigerte sich, die Infusionen weiterhin durchzuführen, und ließ sich erneut negativ über unsere Arbeitsgruppe aus, so dass dem Patienten jetzt nichts anderes übrigblieb, als sich erneut in unsere Behandlung zu begeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III.2.</strong></p>
<p><strong>Wiedervorstellung am Montag, den 14.04.2014.</strong></p>
<p>Erneut, wie schon mehrfach zuvor, kommt der Patient in einem medizinisch höchst verwahrlosten Zustand. Die Blutzuckerwerte liegen erneut knapp unter 500, er kann sich Kräfteverlust-bedingt kaum bewegen und ist auf Hilfe der Ehefrau angewiesen. Die Eiweißwerte im Blut liegen wieder einmal deutlich unter der Norm. Es stellt sich heraus, dass die längst verordnete parenterale (über die Blutbahn) dringend erforderliche Nahrungszufuhr wiederum verweigert worden ist, obwohl der Patient die hierin befindliche Eiweißzufuhr dringend benötigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Verbessert haben sich aber die Leberwerte, seitdem der Metall-Stent implantiert worden war, und zwar deutlich. Die Mineralienwerte (Kalium und Calcium) liegen deutlich unter der Norm, und das beim Zustand nach erfolgreich hier durchgeführter Herzinfarkt-Therapie (!), so dass jetzt Herzrhythmusstörungen bestehen. Soweit zum Begriff <em>„verwahrlost“</em>. Auch die Herzmuskel-Zerfallwerte (CKMB) sind noch genauso deutlich erhöht wie zuvor, so dass von einem Abbau der Herzmuskulatur, wenn nicht sogar von einem vernachlässigten und zwischenzeitlich nicht behandelten neu entstandenen Herzinfarkt weiterhin auszugehen war. Bereits nach 2 Tagen Therapie hier hat sich der pathologische Herzmuskelwert deutlich abgesenkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>III.3.</strong></p>
<p>Alles in allem berichtet der Patient, dass er – wo auch immer er – darum bat,</p>
<p>lebenserhaltend behandelt zu werden, dies abgelehnt wurde. Er sei von den Vertragsärzten einfach wieder nach Hause geschickt worden, man wolle ihm die notwendigen Therapiemaßnahmen nicht mehr verabreichen. Insbesondere die Hausärztin blockiere alles, auch über das Telefon, wenn sie von den verschiedenen Institutionen zum Erkrankungsstand des Patienten kontaktiert wurde. Er werde im Anschluss an solche Telefonate einfach abgewiesen (siehe Kapitel III.1.). Er fasst seine diesbezügliche Empfindung in die folgenden Worte zusammen:</p>
<p><strong><em>„Einen kranken Hund oder eine kranke Katze hätte man sicher überall sofort behandelt, ich aber werde stets abgewiesen.“</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insoweit war dem Patienten aufgrund der Verweigerung der ausreichenden vertragsärztlichen Versorgung nichts anderes übrig geblieben, als erneut die Behandlung hier zu suchen.</p>
<p>Schon nach zwei Tagen Behandlung geht es dem Patienten wieder deutlich besser. Er kann sich wieder bewegen. Die Schmerzen im Herzbereich sind verschwunden, der Herzinfarkt-Laborwert ist deutlich abgesunken, er lacht wieder und kann wieder normal Nahrung zu sich nehmen, nachdem die hier durchgeführte Eiweißzufuhr das bestehende Defizit ausgeglichen hat, und insoweit der Appetit wieder zurückgekehrt ist.</p>
<p>Der Patient hat jetzt schon Angst davor, wieder zu Hause ebenso behandelt zu werden, wie in den zurückliegenden Wochen, so dass von hier aus die parenterale (über den Blutkreislauf zugeführte) Ernährungsversorgung und Auffüllung der Defizite organisiert wurde (Fresenius Medical Care), weil die Vertragsärzte am Wohnort dies dem Patienten verweigern.</p>
<p>Der Patient kann auch nicht verstehen, dass chronisch nicht Krebskranke in der vergleichbaren Situation wie er, sorgsam von Vertragsärzten behandelt werden. Und dass ihm, nur weil bei ihm die Diagnose Krebs gestellt worden ist, dies permanent verweigert wird, und er zum alsbaldigen Sterben gezwungen wird. Er kann auch nicht verstehen, dass Vertragsärzte die ihm zustehende Krankenversorgung mit Bemerkungen wie,</p>
<p><em>„das zahlt die Kasse doch niemals“, </em></p>
<p><em>„das kriegen wir doch niemals von der Kasse zurück“</em></p>
<p>und ähnlichem – wie er es ausdrückt – <em>„abgespeist“</em> wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IV. Zusammenfassend</strong></p>
<p>stellt sich die Situation des Versicherten folgendermaßen dar:</p>
<p>Offenbar war dem Patienten zum Zeitpunkt des Beginnes der Therapie hier eine nur mehr kurze Lebenserwartung prognostiziert worden, wozu auch die vorgeschlagene Chemotherapie deutlich beigesteuert hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IV.1.</strong></p>
<p>Aus medizinischen, aus Selbstschutz- und aus Verantwortlichkeits-Gründen für die Menschen in seiner Umgebung heraus hat er hiervon Abstand genommen, womit für ihn eine geradezu vorprogrammierte Odyssee verbunden mit einem als Reaktion hierauf – vermeidbaren – Leidensweg begann. Er wurde nur mehr mit Kurzzeit Therapiemaßnahmen versorgt (z.B. Plastik-Stents anstatt solchen permanenten aus Metall), dem Vorschlag der mit schweren körperlichen inneren Verätzungen einhergehenden Ableitung der Gallen-, Bauchspeicheldrüsen- und Magen-Sekrete nach außen (siehe I.3.), um nur 2 von vielen Beispielen zu nennen.</p>
<p>Notfallsituationen wurden seitens der Vertragsärzte völlig ignoriert. Der Patient, der dringend die lebenserhaltenden Antibiotika benötigte, wurde stundenlang in Wartetrakten sitzen gelassen, um ihm sodann mitzuteilen, dass er nicht behandelt werde. Das mit völlig abwegigen Begründungen, da er alle Materialien zur Versorgung mitgebracht hatte etc..</p>
<p>Auch hausärztlicherseits musste er sich – wie er es ausdrückte – Beschimpfungen und Beleidigungen anhören, weil er die <em>„schulmedizinische Therapie“</em> nicht durchführen wollte, wenngleich ihm diese schon längst das Leben gekostet hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies alles lässt sich mit dem Zitat Europas führendem Palliativ Mediziner faszinierend kurz und prägnant zusammenfassen, der diese Situation, welcher der Patient bis jetzt ausgesetzt war, mit</p>
<p><strong><em>„systembedingtes Frühableben“</em> </strong></p>
<p>beschrieben hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>IV.2.</strong></p>
<p>Im Gegensatz zur vertragsärztlichen Versorgung, die bereits vor Monaten das <em>„systembedingte Frühableben“</em> des Versicherten erwirkt hätte, wurde der Patient hier sach-, fach- und symptomengerecht behandelt und freut sich infolgedessen jetzt wieder seines Lebens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Damit dies auch weiterhin möglich ist, sollte dem Patienten am Wohnort die hier zuteil gewordene Therapie weiter verabreicht werden, ohne dass er ständig Anfahrts- und Hotelkosten etc. aus eigener Tasche bezahlen muss. Dies zumindest, soweit es die medizinische Grundversorgung betrifft, die ihm bisher verwehrt worden war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bezüglich der Tumorspezifischen Immuntherapie, die derzeit (noch) nicht in die Grundversorgung der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen worden ist, sollte diese hier vor Ort weitergeführt werden. Grund dafür ist, dass sein Tumorgewebe nachweislich hierunter bereits jetzt schon deutlich zerfallen ist und sich über den (fachlich erstmals korrekt platzierten und) von der Öffnung ausreichend weiten Stent entleert. Nichts aber spricht dagegen, dass der Patient seine unter Kapitel II.2.2. aufgezählten insgesamt 13 Begleiterkrankungen, welche ebenfalls lebensbedrohlich sind, vor Ort am Wohnort behandeln lässt , so die Vertragsärzte hierzu tatsächlich wenigstens jetzt bereit sein sollten. Soweit vertragsärztlicherseits diesbezüglicher Beratungsbedarf besteht, sind wir selbstverständlich gern bereit, hier mit weiteren Empfehlungen – wie bereits erfolgt, die jedoch bisher nicht umgesetzt worden sind – hilfreich zur Seite zu stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IV.3.</strong></p>
<p>Was jedoch menschen<strong>un</strong>würdig ist, ist die Tatsache, dass der Patient aus der vertragsärztlichen Versorgung durch Einzelentscheidungen seiner <em>„Kassenärzte“</em> nur deshalb ausgeschlossen wird, weil er die <em>„schulmedizinische Therapie“</em> abgelehnt hat und deshalb immer noch lebt, obwohl seine ihm <em>„schulmedizinischerseits“</em> prognostizierte Lebenserwartung schon weit überschritten ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu bedenken ist auch für die Entscheidungsträger, dass das Schicksal <em>„Krebs“</em> unverhofft kommt und einen jeden von uns unberechenbar treffen kann. Wir alle sollten uns hierbei einmal vorstellen, wenn wir in die gleiche Lage kommen, wie die, in welcher sich der Patient befindet, dem sogar die Behandlung seiner Begleiterkrankungen verweigert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Solange die aktive Sterbehilfe nicht in den Leistungskatalog der Grundversorgung der GKV aufgenommen ist, sollte die aktive Sterbehilfe durch Unterlassen lebens-erhaltender erforderlichen Therapiemaßnahmen bei lebenswilligen Krebspatienten nicht wirklich – wie es bei dem Patienten ständig versucht wird – vollzogen werden. Denn nicht jeder lebenswillige Patient hat einen so durchsetzungsstarken Sohn, wie der Versicherte. Ohne dessen Unterstützung wäre der Patient wohl längst zum <em>„systembedingten Frühableben“</em> gezwungen worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hierzu gehört <strong>beispielhaft</strong> auch die vermutlich bewusste Umstellung der Entwässerungsmittel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So ist bekannt, dass bei Leberschäden und Lebermetastasen das Medikament Spironolacton schwerste Leberschädigungen hervorruft, und Patienten unter allein hierdurch bedingten Vergiftungserscheinungen alsbald sterben können. Das Medikament ist zwar Kalium-sparend, es hat jedoch die beschriebene Wirkung bei Leberschäden. Aus diesem Grunde wurde der Patient hier ausschließlich mit Furosemid (bekannt als Lasix<sup>®</sup>) behandelt und nicht mit Spironolacton, weil dies bei ihm rasch eintretende tödliche Nebenwirkungen hervorgerufen hätte. Der Patient berichtet nun, dass er von der Hausärztin – in angeblicher Absprache mit uns – ein Medikament verordnet bekommen hätte, von dem er eine Tablette nahm und worunter es ihm extrem schlecht ging. Er glaubte, er müsse sterben. Er setzte das Medikament sofort ab. Danach befragt, legt er das Medikament vor. Es handelt sich um Spironolacton der Firma AL.</p>
<p>Aus Gründen der standesrechtlich vorgeschriebenen Kollegialität, soll dies nicht näher kommentiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>V. Schlussbemerkung:</strong></p>
<p>Selbstverständlich sind wir gerne bereit, – kostenlos – die Beratung für die Behandlung zu Hause ebenfalls zu übernehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hilfsweise haben wir deshalb schon einmal begonnen, die häusliche Infusions-versorgung des Patienten zu verordnen, damit er nicht wieder binnen kurzer Zeit aufgrund mangelnder vertragsärztlicher Hilfeleistung in die gleiche unterversorgte Situation (z.B. kurz vor dem Diabetischen Koma stehend) abrutscht, indem wir die Infusions-Dauertherapie mittels Fresenius Medical Care Grundnahrungszufuhr begonnen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bezüglich der Versorgung des Tumorleidens sollte der Patient in 6 Wochen Abständen jeweils 1 Woche Intensivtherapie hier absolvieren solange, bis hierdurch der Tumor völlig abgebaut ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit besten Grüßen verbleiben wir</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. med. L.H. Bauer                                                Dr. med. H. Focke</p>
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		<title>Interview zur Dendritischen Zelltherapie</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2014 21:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gedruckte Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
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		<category><![CDATA[Dendritische Zelltherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Frage: Herr Dr. Klehr, Sie werden als Vater der Dendritischen Zelltherapie (DZT) bezeichnet, ist dies zutreffend? &#160; Antwort: Das kann man so sagen, schließlich habe ich bereits im Jahre 1989 das Patent für dieses Verfahren eingereicht, und die Veröffentlichung (Offenlegung) erfolgte 1991. &#160; Frage: Haben Sie das Verfahren damals schon als DZT bezeichnet? &#160; Antwort: &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/interview-zur-dendritischen-zelltherapie/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_48" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/dendritische.png"><img class="wp-image-48" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/dendritische-300x115.png" alt="Dendritische Zelltherapie" width="500" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Dendritische Zelltherapie</p></div>
<p><strong>Frage: </strong></p>
<p>Herr Dr. Klehr, Sie werden als Vater der Dendritischen Zelltherapie (DZT) bezeichnet, ist dies zutreffend?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Das kann man so sagen, schließlich habe ich bereits im Jahre 1989 das Patent für dieses Verfahren eingereicht, und die Veröffentlichung (Offenlegung) erfolgte 1991.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Haben Sie das Verfahren damals schon als DZT bezeichnet?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Das Verfahren habe ich wissenschaftlich präziser definiert, nämlich als „Verfahren zur Immunpotenzierung von autologen weißen Blutzellen“, so die offizielle Bezeichnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Was hat man als medizinischer Laie darunter zu verstehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Das ist ein Verfahren, mit welchem die immunaktiven weißen Blutkörperchen des Patienten dazu gebracht werden, Tumorzellen im Labor zu erkennen, anzugreifen und zu zerstören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Wie kamen Sie auf diese Idee, das ist ja für die Krebstherapie etwas völlig Neues?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>In unseren Forschungsarbeiten an den Universitätskliniken Frankfurt am Main und Hamburg hatte unsere Arbeitsgruppe bereits in den 80er Jahren erkannt, dass sich Tumorzellen mit einer Tarnhülle als weiße Blutkörperchen verkleiden, damit sie vom Immunsystem nicht erkannt und zerstört werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Und was genau macht jetzt das Wesen der Therapie aus?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Bringt man die immunaktiven weißen Blutkörperchen mit enttarnten Tumorzellen im Labor zusammen, dann können sie die Krebszellen erkennen und die Krebs-spezifischen Abwehrstoffe zielgerichtet ausschütten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Ist es das, was heute die DZT ausmacht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Im Prinzip ja, es gibt allerdings verschiedene Varianten unter den heute angebotenen Dendritschen Zelltherapien, das Prinzip ist jedoch immer das Gleiche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Warum die Unterschiede, liegt es vielleicht daran, dass Ihr Patent umgangen werden soll?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Das wohl kaum, die DZ-Therapien wurden ja erst nach Ablauf unseres Patentschutzes auch von anderen propagiert, sozusagen das Rad neu erfunden, die Plagiate als „wissenschaftliche Neuheit“ propagiert und mit hochdotierten Forschungsvorhaben finanziert.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Sie nehmen das so locker und mit Schmunzeln entgegen, ärgert Sie dieses Vorgehen nicht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Eigentlich nicht, dies hat Tradition in der Medizin, denken Sie nur an den berühmtesten österreichischen Wissenschaftler Dr. Semmelweis, der die Ursache des Kindbettfiebers entdeckte, Hunderttausenden das Leben rettete, und deshalb von seinen Fachkollegen geächtet wurde. Von solchen Aktiven sind wir heute weit entfernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Die Therapie, die Sie heute durchführen, ist ja eine andere. Warum eigentlich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Das DZ-Verfahren ist eigentlich nur ein experimentelles Modell zur Demonstration, wie Tumorzellen für weiße Blutkörperchen im Labor erkennbar gemacht werden können. Für die Therapie ist aus heutiger Sicht die Anwendung lebender Blut-Zellen wie bei der DZ-Therapie viel zu gefährlich, weil sich hierunter auch getarnte Tumorzellen befinden können. Stimuliert man auch diese im Labor, wie bei der DZ-Therapie, und gibt diese dann als lebende Zellen zurück, können auch lebende aktivierte Tumorzellen zurückgegeben werden. Das ist die eigentliche Gefahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Wird davor denn nicht gewarnt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Natürlich, sowohl die Österreichische Krebsgesellschaft, als auch die Deutsche Krebsgesellschaft haben größte Bedenken geäußert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Was ist dann der Unterschied zu Ihrer Immuntherapie?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Wir haben schon Anfang der 90er Jahre demonstriert, dass sich schon im frühen Stadium Tumorzellen im Blut von Patienten befinden. Diese Erkenntnis hat sich erst seit letztem Jahr so offiziell durchgesetzt, besser jetzt als nie! Wir verwenden stattdessen keine lebenden Zellen, sondern allein die zielgerichteten Abwehrstoffe gegen die Krebszellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Bedeutet das im Klartext, dass im Gegensatz zu Ihrem Verfahren mit der heutigen DZ-Therapie die Tumorerkrankung in solchen Fällen auch gefährlich aktiviert werden kann?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Ja, das kann man so sagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Frage:</strong></p>
<p>Wie kann man nach Ihrer Ansicht eine vernünftige Immuntherapie mit körpereigenen Substanzen durchführen ohne eine solche Gefahr?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Antwort:</strong></p>
<p>Indem man nur die Anti-Tumorwirkstoffe der weißen Blutkörperchen verabreicht und keine lebenden Zellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Herr Dr. Klehr, wir danken für dieses Gespräch.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>&#8218;&#8220;Austherapiert&#8220; was nun?&#8216; aus &#8222;Leben mit Krebs&#8220; Beilage der SZ, April 2014</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2014 20:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[drklehr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gedruckte Medien]]></category>
		<category><![CDATA[in den Medien]]></category>
		<category><![CDATA[austherapiert]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Klehr]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlentherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Frage: Herr Dr. Klehr, seit mehr als 20 Jahren sind Sie mit der Behandlung von sogenannten &#8222;austherapierten&#8220; Krebspatienten betraut. Was raten Sie Patienten in diesem Stadium? &#160; Antwort: Ca. 500 000 Menschen hören jedes Jahr die Diagnose Krebs. Die meisten unterziehen sich dann den konventionellen schulmedizinischen Maßnahmen: Operationen, Chemotherapie (First Line, Second Line, Third &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.klehr-dr-med.de/2014/05/austherapiert-was-nun-aus-leben-mit-krebs-beilage-der-sz-april-2014/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/austherapiert-wasnun.jpg"><img class="aligncenter wp-image-43 size-full" src="http://blog.klehr-dr-med.de/wp-content/uploads/2014/05/austherapiert-wasnun.jpg" alt="&quot;Austherapiert&quot; - was nun?" width="952" height="453" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Frage:</p>
<p>Herr Dr. Klehr, seit mehr als 20 Jahren sind Sie mit der Behandlung von sogenannten &#8222;austherapierten&#8220; Krebspatienten betraut. Was raten Sie Patienten in diesem Stadium?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Antwort:</p>
<p>Ca. 500 000 Menschen hören jedes Jahr die Diagnose Krebs. Die meisten unterziehen sich dann den konventionellen schulmedizinischen Maßnahmen:</p>
<p>Operationen, Chemotherapie (First Line, Second Line, Third Line usw.), Strahlentherapie, und die neuen Antikörpertherapien.</p>
<p>Wird der Krebs damit nicht geheilt, sind die konventionellen schulmedizinischen Maßnahmen erschöpft.</p>
<p>Nun folgen die gut gemeinten Ratschläge. Befolgt oder nicht befolgt beginnen schließlich die Beschwerden oftmals mit qualvollen Schmerzen. Es folgen Schmerztherapie, schließlich Morphium und alsbald ist die <em>&#8222;Palliativmedizin&#8220;</em> gefordert. Hier wird mit <em>&#8222;palliativen&#8220;</em> (genau übersetzt: die Symptome lindernd) Maßnahmen behandelt, die Patienten sind ausgegrenzt und werden mit psychologischer Unterstützung hingebungsvoll auf den Tod vorbereitet.</p>
<p>Hunderttausenden Krebskranken wird jährlich dieser Weg bereitet, bis sie sich freiwillig diesem Schicksal ergeben, <em>&#8222;weil es keinen anderen Weg mehr gibt&#8220;.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Frage:</p>
<p>Aber woher kommen diese Beschwerden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Antwort:</p>
<p>Nur anscheinend ist es der Krebs, dem man <em>&#8222;machtlos&#8220;</em> gegenübersteht. Untersucht man Patienten in dieser Situation jedoch genau und versucht, den Ursachen der Beschwerden auf den Grund zu gehen, dann ergibt sich ein völlig neues Bild: insgesamt 35 Erkrankungen konnten bisher als Ursache der vermeintlichen <em>&#8222;Krebsbeschwerden&#8220;</em> ausfindig gemacht werden:</p>
<p>Auch ein Krebs-Patient im weit fortgeschrittenen Stadium kann beispielsweise auch an einer Lungenentzündung erkranken, an Gefäßverschlüssen (tumorbedingtes Trousseau-Syndrom) oder an einem Darmzerfall, hervorgerufen durch vorausgegangene Antikörpertherapien, um nur drei Beispiele von … Begleit- und Folgeerkrankungen der konventionellen Tumortherapiemaßnahmen zu nennen.</p>
<p>Deshalb ist – wie bei jedem anderen Patienten auch – eine genaue Analyse der Ursachen erforderlich anstatt der Schlussfolgerung <em>&#8222;das kommt vom Krebs&#8220;</em>.</p>
<p>Fachgerecht behandelt können solche Patienten dann wieder ein ganz normales Leben führen.</p>
<p>Dass leider allzu oft <em>&#8222;austherapierten&#8220;</em> Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung solche Behandlungen aus Kostengründen verweigert werden, ist sowohl ethisch als auch moralisch bedenklich. Denn auch ein Krebskranker hat das Recht auf eine vernünftige und fachgerechte Therapie seiner oft als Folge der konventionellen Therapiemaßnahmen auftretenden Begleiterkrankungen.</p>
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